Äußerst
robust. Erlaubt mehr Fehler und toleriert mehr Infektionen,
Chemikalien etc. als die meisten Hefen.
Hefenahrung
Ein Athlet muss sich sorgfältig ernähren und dafür
sorgen, dass er alle notwendigen Nährstoffe, einschließlich Vitamine
und Mineralien zu sich nimmt, wenn er zur Weltelite gehören will.
Das gilt entsprechend für Hefen: auch ein Super Hefestamm wie der
unsere kann nur zusammen mit den richtigen Nährstoffen seine volle
Leistung bringen.
Einem
nach Salz lechzenden Menschen kommt sein Körper zur Hilfe. Er
verspürt einen "Hunger" nach etwas Salzigem und wird es sich beschaffen.
Die Hefe in einer Maische kann nicht wählen. Von Zucker allein
kann sie nicht überleben. Ohne Nährstoffe ist ihre Leistung schwach,
gärt sie langsam, erzeugt sie unschöne Begleitaromen und stirbt
sie, noch ehe aller Zucker vergoren ist.
Diese
Hefenährstoffe können in zwei Gruppen unterteilt werden:
- In größeren
Mengen vorhandene Nährstoffe wie Harnstoff. Sie versorgen
die Hefe mit Stickstoff etc.
- In geringen
Mengen vorhandene Vitamine und Mineralien.
Reine
Zuckermaischen aus Rohrzucker, Traubenzucker, Fruchtzucker oder
anderen vergärbaren Zuckerarten enthalten überhaupt keine Nährstoffe.
Bei diesen Maischen sind Turbohefen die erste Wahl.
Alle
anderen Maischen enthalten gewisse Mengen an Vitaminen und Mineralien,
die von den eingesetzten Rohstoffen (Getreide, Obst etc.) herrühren.
Bei diesen Maischen können Reinzuchthefen ohne Turbo eingesetzt
werden.
Testen
Sie meine Hefe (für ein kostenloses Muster, senden Sie mir eine
E-Mail)
gegen Ihre aktuelle bei 35 °C. Und machen Sie den Vergleich.
Stellen
Sie sicher, dass Ihre Maische ausreichend an Stickstoff für eine
vollständige und rasche Endvergärung enthält. Für eine Endvergärung
auf 18%vol. Alkohol sind 0,23 g Stickstoff (=0,5 g Harnstoff)
pro Liter Maische (langsamer Gärverlauf) bzw. 0,46 g Stickstoff
(=1 g Harnstoff) pro Liter Maische (rascher Gärverlauf) erforderlich.
Bestimmen Sie zunächst den natürlichen Stickstoffgehalt Ihrer
Maische (Istwert) und fügen Sie nur den Unterschied zum oben genannten
Sollwert hinzu.
Vitamine
und Mineralien zählen zur Hefe-Mikronahrung. Fehlt sie in einer
Maische, so kann Stickstoff allein den Gärvorgang nicht beschleunigen.
Außerdem werden vermehrt unschöne Begleitaromen gebildet. Ich
führe eine Hefe-Mikronahrung
in meinem Sortiment. Für 18%vol. Alkohol aus einer reinen Rohrzuckerlösung
sind davon 0,17 g je Liter Maische erforderlich.
Testen
Sie, ob Ihre Maische zusätzlich Mikronahrung benötigt, indem Sie
zwei identische Gärungen durchführen: eine mit 0,17 g pro Liter
an Mikronahrung, die andere ohne Zusatz von Mikronahrung. Vergleichen
Sie dann die Gärleistung beider Maischen. Bei gleicher Leistung
ist die zusätzliche Gabe von Mikronahrung nicht erforderlich.
Wird anderseits ein Unterschied festgestellt, dann muss als nächster
Schritt der Bedarf an Mikronahrung mit Hilfe von Proben so genau
wie möglich festgestellt werden. Vermutlich liegt dieser Bedarf
bei 0,04 bis 0,1 g pro Liter.
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